KAB-Veranstaltung zum Thema "Sexualisierte und häusliche Gewalt an Kindern"

Von Prävention über Sensibilisierung bis zur Nachsorge

Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zu verhindern und Betroffene zu unterstützen, ist eine fortwährende gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wir laden Sie ein, sich gemeinsam mit unseren fachkundigen Expertinnen und Experten über die Ansätze zur Eindämmung von sexualisierter und häuslicher Gewalt an Kindern auszutauschen. Denn nur wenn wir als Gesellschaft hinsehen, können wir das Tabu brechen und dringend notwendige Änderungen herbeiführen. Erfahren Sie, welche Präventiv- und Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche in unserer Region bereits bestehen und wie Sie im Verdachts- oder Ernstfall selbst richtig handeln.

In den letzten Jahren häufen sich die medialen Berichte über Gewalt an Kindern. Diesen Umstand nur darauf zurückzuführen, dass dem immer noch tabuisierten Thema in der Corona-Pandemie schlichtweg mehr Aufmerksamkeit zukommt, bagatellisiert die unerträgliche Tatsache, dass eine große Zahl an Kindern und Jugendlichen in unserer Gesellschaft in vielfältiger Form und in verschiedenen Kontexten Gewalt erleidet. Dies ist keine Frage des elterlichen Einkommens und findet in allen Gesellschaftsschichten statt.

Im Rahmen unserer Veranstaltung am 6. Oktober tauschen wir uns mit Expertinnen und Experten dieses Themengebiets zu den vielfältigen Ursachen, aber vor allem den Ansätzen zur Eindämmung sexualisierter und häuslicher Gewalt sowie zu Hilfsangeboten für betroffene Kinder und Jugendliche aus.

Wie in den Vorjahren haben wir uns zum Ziel gesetzt, erneut Akteure unterschiedlichster Bereiche, die sich für ein sicheres und gesundes Aufwachsen von Kindern einsetzen, zusammenzubringen. Von Fachkräften aus Bildungseinrichtungen und Kommunen, über Vertreterinnen und Vertreter aus gemeinnützigen Organisationen und kirchlichen Einrichtungen bis hin zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die ihre Expertise mit uns und unseren Gästen teilen.

Wir laden auch Sie herzlich ein, an unserer Veranstaltung am 6. Oktober teilzunehmen.

Unsere Gäste und Programm:

 15.30 Uhr Einlass
 16.00 Uhr Begrüßung und offizieller Beginn
 16.15 Uhr
Keynote, Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Universität Hildesheim
 17.00 Uhr Kurzer Austausch unter den Teilnehmenden
 17.15 Uhr Kurze Erfrischungspause
 17.25 Uhr Vorstellung der drei wählbaren Themeninseln
  Themeninsel 1: „Wie kann Prävention gelingen?", Referentinnen: Ann-Kristin Hartz und Yasmina Reimann von Sichtbar – Fachzentrum gegen sexualisierte Gewalt e.V. in Braunschweig
  Themeninsel 2: „Grenzverletzung, Übergriff, Gewalt – wo muss Schutz vor sexualisierter Gewalt beginnen?“, Referentinnen: Caroline Wenk und Julia Hüffmeyer von Dialog e.V. in Gifhorn
  Themeninsel 3: „Fördermittel beantragen und Projekte gut umsetzen“, Referent: Frederick Groeger-Roth: Referent für kommunale Prävention im Landespräventionsrat Niedersachsen in Hannover
 17.30 Uhr Arbeit und Austausch an den Themeninseln
 19.00 Uhr Kurze Erfrischungspause
 19.10 Uhr Kurzpräsentation der Ergebnisse im Plenum
 19.30 Uhr Verabschiedung und Einladung zum Get Together

aktuell geplantes Programm als PDF abrufen

Unsere Themeninseln im Überblick:

Themeninsel 1: „Wie kann Prävention gelingen?“

Yasmina Reimann und Ann-Kristin Hartz von „Sichtbar – Fachzentrum gegen sexualisierte Gewalt e.V.“ aus Braunschweig geben Präventionsworkshops für Kinder und Jugendliche und deren Bezugspersonen und beraten betroffene Menschen und ihre Angehörigen.  Sie sind der Überzeugung: Prävention bedeutet, Kinder und Jugendliche zu schützen und zu stärken sowie ihre Bezugspersonen und ihr Umfeld zu sensibilisieren – denn kein Kind kann sich allein schützen – das ist die Aufgabe von uns Erwachsenen. Ihre Themeninsel widmet sich der Leitfrage „Wie kann Prävention gelingen?“. Nach einem kurzen Einblick in die Arbeit der beiden Referentinnen möchten sie sich im Austausch mit den Teilnehmenden mit dieser Frage befassen und gemeinsam Antworten erarbeiten.

Zu den Referentinnen:
Ann-Kristin Hartz: Geschäftsführerin "Sichtbar – Fachzentrum gegen sexualisierte Gewalt e.V.", Braunschweig"; Diplom Psychologin, Psych. Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie)
Yasmina Reimann: Mitarbeiterin "Sichtbar – Fachzentrum gegen sexualisierte Gewalt e.V.", Braunschweig"; Sozialwissenschaftlerin (M.A.) mit den Vertiefungsschwerpunkten Pädagogische Psychologie und Soziologie

Themeninsel 2: „Grenzverletzung, Übergriff, Gewalt – wo muss Schutz vor sexualisierter Gewalt beginnen?“

Caroline Wenk und Julia Hüffmeyer von Dialog e.V. aus Gifhorn beraten Kinder und Jugendliche, die sexualisierte und/oder häusliche Gewalt erfahren (haben). Neben den Betroffenen selbst finden auch deren Angehörige, pädagogische Fachkräfte und besorgte Menschen Rat und Unterstützung, wenn es darum geht ein Kind vor Gewalt zu schützen oder ihren Verdacht zu besprechen. Wenn von sexualisierter Gewalt berichtet wird, kommen den meisten Menschen die schlimmsten Bilder von Gewaltanwendungen in den Kopf. Doch häufig beginnen solche Taten mit kleineren Grenzverletzungen und herbeigeführten übergriffigen Situationen. Mit den Referentinnen werden Sie die Begriffe Grenzverletzung, Übergriff und sexualisierte Gewalt mithilfe von fiktiven Fällen voneinander abgrenzen. Gemeinsam möchten wir erarbeiten, was es braucht, um eine gesellschaftliche Sensibilisierung zu erreichen, in der alle Menschen mit Rücksicht und Respekt behandelt werden und wo effektiver Schutz beginnen muss.

Zu den Referentinnen:
Caroline Wenk: Mitarbeiterin "Dialog e. V.", Gifhorn;  Beratung und Prävention, Dipl. Sozialpädagogin und angehende Traumapädagogin
Julia Hüffmeyer: Mitarbeiterin "Dialog e. V.", Gifhorn; Beratung und Prävention, Sozialarbeiterin B.A. und Sexualpädagogin

Themeninsel 3: „Fördermittel beantragen und Projekte gut umsetzen“

Eine große Herausforderung in der Prävention von sexualisierter Gewalt besteht in der Finanzierung von geeigneten Projekten. Fördermittel von Stiftungen oder staatlichen Stellen können zumindest eine gewisse Anschubwirkung erreichen. Der Landespräventionsrat Niedersachsen (LPR) stellt die Erfahrungen mit seiner Förderrichtlinie zur „Prävention des sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen“ vor. Bei der Themeninsel beschäftigen wir uns mit den Fragen: Welche Projekte wurden bisher gefördert und was konnte durch die Förderung erreicht werden? Welche Fördermöglichkeiten durch den LPR bestehen in Zukunft? Welche Qualitätskriterien können für eine gute Projektplanung und erfolgreiche Antragstellung zu Grunde gelegt werden? Nach einer Vorstellung zu diesen Fragestellungen soll es um einen Austausch dazu gehen, wie die Qualität von Förderanträgen verbessert werden kann.

Zum Referenten:
Frederick Groeger-Roth: Referent für kommunale Prävention im Landespräventionsrat Niedersachsen, Hannover; Dipl. – Soziologe

Angesprochen und eingeladen sind relevante Akteure zur Bekämpfung von Kinder- und Familienarmut in der Region (mit Fokus auf Braunschweig, Gifhorn, Peine, Salzgitter und Wolfsburg): Fachkräfte aus Bildungseinrichtungen und Kommunen, Vertreterinnen und Vertreter aus gemeinnützigen Organisationen (Vereine, Stiftungen, gGmbHs...) und Initiativen, kirchlichen Einrichtungen sowie der Wissenschaft.

Datum, Uhrzeit & Ort der Veranstaltung:

Donnerstag, 6. Oktober 2022

16.00-19.30 Uhr, Einlass: 15.30 Uhr

BraWo Campus
Haupteingang BraWoPark Business Center II
Willy-Brandt-Platz 19
38102 Braunschweig, 17. Etage

Anfahrtsbeschreibung

Teilnahme und Anmeldung:

Die Teilnahme an unserer Veranstaltung ist auch in diesem Jahr kostenfrei. Die Anmeldung bis zum 30. September möglich.

zur Online-Anmeldung

Bitte machen Sie gern auch andere Engagierte auf unsere Veranstaltung aufmerksam.

Wir verfolgen regelmäßig die Empfehlungen und Entscheidungen der Bundes- und Landesregierung in Bezug auf die Hygienemaßnahmen und setzen diese auf unseren Veranstaltungen um. Ihre Gesundheit und die unserer Mitarbeiter ist uns sehr wichtig! Die aktuellen Maßnahmen finden Sie hier bzw. bei Anmeldung.

Wir behalten uns vor – je nach Entwicklung der Corona-Pandemie im Vorfeld der Veranstaltung – zusätzliche Vorgaben zur Teilnahme zu machen. Hierüber werden wir jeden angemeldeten Gast bei Bedarf gesondert informieren.

Ihre Ansprechpartnerin:

Bei Fragen zur Veranstaltung steht Ihnen unsere Veranstaltungsmitarbeiterin Karina Meinecke – telefonisch unter 0531/ 809132-1456 oder per Email an karina.meinecke@engagementzentrum.de  – gerne zur Verfügung.

Informationen und Impressionen zu unserer Veranstaltungsreihe finden Sie unter: www.engagementzentrum.de/kab-veranstaltungsreihe

 

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