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Freiwilliges Engagement in Deutschland: Was der Sechste Deutsche Freiwilligensurvey für gemeinnützige Organisationen bedeutet

Wie lässt sich freiwilliges Engagement heute erfolgreich gestalten? Der Kurzbericht zum Sechsten Deutschen Freiwilligensurvey liefert zentrale Erkenntnisse für Vereine und gemeinnützige Organisationen – von veränderten Engagementformen bis zu konkreten Ansatzpunkten für eine nachhaltige Begleitung Ehrenamtlicher. Unser Magazin-Beitrag nennt die wichtigsten.

„Ohne Euren Einsatz, Eure Zeit und Euer Engagement wäre vieles in unserer Gesellschaft kaum denkbar.“ Diese unausgesprochene Erkenntnis zieht sich durch den Kurzbericht des Sechsten Deutschen Freiwilligensurvey, der 2025 veröffentlicht wurde. Die Studie macht deutlich: Freiwilliges Engagement bleibt eine tragende Säule der Zivilgesellschaft – zugleich verändern sich Formen, Rahmenbedingungen und Erwartungen spürbar.

Für gemeinnützige Organisationen liefern die Ergebnisse wertvolle Hinweise, wie Engagement heute gestaltet, begleitet und langfristig gesichert werden kann.

Worum geht es im Sechsten Deutschen Freiwilligensurvey?

Der Deutsche Freiwilligensurvey ist die wichtigste Langzeitstudie zum freiwilligen Engagement in Deutschland. Seit 1999 wird er im Auftrag der Bundesregierung alle fünf Jahre durchgeführt. Grundlage ist eine repräsentative Befragung der Wohnbevölkerung ab 14 Jahren.

Der hier vorgestellte Kurzbericht fasst zentrale Ergebnisse der aktuellen Erhebungswelle (2024) zusammen. Der ausführliche Hauptbericht, der vertiefende Analysen und detaillierte Auswertungen enthält, soll 2026 veröffentlicht werden.

Der aktuelle Survey (Erhebungsjahr 2024) untersucht unter anderem:

  • wie viele Menschen sich freiwillig engagieren,
  • wie viel Zeit sie investieren,
  • in welchen Bereichen Engagement stattfindet,
  • und welche Rahmenbedingungen Engagement fördern oder erschweren.

Für Vereine, Initiativen und andere gemeinnützige Organisationen bietet bereits der Kurzbericht wichtige Orientierungen für die Praxis.

Engagement: Stabil, aber im Wandel

36,7 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren engagieren sich freiwillig – das entspricht rund 27 Millionen Menschen¹. Damit liegt die Engagementquote etwas unter dem Wert von 2019, bleibt aber insgesamt auf einem hohen Niveau².

Bemerkenswert ist dabei weniger die Quote als die Veränderung der Engagementform:
Die Zeit, die freiwillig Engagierte investieren, ist tendenziell gestiegen². Rund die Hälfte der Engagierten ist mindestens einmal pro Woche aktiv, ein wachsender Anteil bringt sich mit sechs Stunden oder mehr pro Woche ein. Gleichzeitig ist der Anteil derjenigen gesunken, die sich nur sehr gelegentlich oder mit geringem Zeitaufwand engagieren.

Engagement wird damit seltener beiläufig, sondern häufiger regelmäßig, verbindlich und mit größerer Verantwortung ausgeübt – etwa in Leitungsfunktionen, in der Organisation von Angeboten oder in koordinierenden Rollen.

Das bedeutet: Wer Engagement intensiver einfordert, muss es auch verlässlich begleiten – mit klaren Rollen, realistischen Erwartungen und guter Unterstützung.

Demographischer Wandel: Engagementpotenziale verändern sich

Gleichzeitig zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Altersgruppen und gesellschaftlichen Milieus¹. Jüngere Menschen sind grundsätzlich engagiert, bevorzugen aber oft projektbezogene, zeitlich begrenzte Formen. Ältere Engagierte bringen häufig Kontinuität, Erfahrung und langfristige Bindung ein.

Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels wird dieses Spannungsfeld wichtiger: Die Gesellschaft altert, während jüngere Jahrgänge zahlenmäßig kleiner werden. Damit verändert sich auch das verfügbare Reservoir an Ehrenamtlichen.

Diese Unterschiede sind weniger Ausdruck mangelnder Bereitschaft als vielmehr Ergebnis unterschiedlicher Lebenslagen, zeitlicher Ressourcen und Zugangsbedingungen.

Organisationen sollten Engagementangebote stärker differenzieren: flexible Einstiege für Menschen mit wenig Zeit, verlässliche Rollen für langfristig Engagierte – und Strukturen, die verschiedene Lebensphasen berücksichtigen.

Engagement braucht Wertschätzung

Der Survey zeigt außerdem: Engagement bleibt dort stabil, wo Menschen sich gesehen und ernst genommen fühlen. Wertschätzung ist kein „weicher Faktor“, sondern eine zentrale Voraussetzung für langfristige Bindung.

Der Beitrag „Ehrenamtliche wertschätzen: Schlüssel für ein langfristiges Engagement“ zeigt, wie wichtig Anerkennung, transparente Kommunikation und verlässliche Rahmenbedingungen für Ehrenamtliche sind⁴.

Wertschätzung beginnt im Alltag: durch Feedback, Mitsprache, realistische Aufgabenverteilung – und eine Kultur des Dankes.

Fazit: Engagement ist da – jetzt bewusst stärken

Der Sechste Deutsche Freiwilligensurvey zeigt klar: Freiwilliges Engagement in Deutschland ist stabil, intensiv und unverzichtbar – aber nicht selbstverständlich. Besonders angesichts des demographischen Wandels braucht es Organisationen, die Engagement aktiv gestalten.

Rund 80 Prozent der gemeinnützigen Organisationen werden rein ehrenamtlich getragen. Sie leben davon, dass Menschen Zeit, Kompetenz und Verantwortung übernehmen. Diese freiwillige Arbeitszeit ist eine zentrale Ressource, gleichwertig neben finanzieller Unterstützung.

Für die Praxis bedeutet das:

  • Engagement strategisch zu denken statt es nur zu verwalten,
  • freiwillige Arbeitszeit sichtbar wertzuschätzen,
  • und Rahmenbedingungen zu schaffen, die langfristige Beteiligung ermöglichen.

Oder anders gesagt: Engagement ist vielerorts da. Jetzt kommt es darauf an, es ernst zu nehmen, gut zu begleiten und bewusst zu stärken.

Nehmen Sie gern mit uns Kontakt auf, wenn Sie Rückfragen oder Anmerkungen zu diesem Beitrag haben.

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Fußnoten:

1 Bundeskanzleramt: Freiwilliges Engagement in Deutschland Zentrale Ergebnisse des Sechsten Deutschen Freiwilligensurveys (FWS 2024): www.publikationen-bundesregierung.de
2 Schubert, P., Tahmaz, B. u. Krimmer, H. (2023). Erste Befunde des ZiviZ-Survey 2023 Zivilgesellschaft in Krisenzeiten: Politisch aktiv mit geschwächten Fundamenten. Berlin: ZiviZ im Stifterverband. S. 19 (Organisationstypen nach Personalstruktur)
3 Marx, M.: Ehrenamtliche wertschätzen – Schlüssel für ein langfristiges Engagement: www.engagementzentrum.de/magazin/detail/ehrenamtliche-wertschaetzen

Anmerkung: Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung (ChatGPT) erstellt.

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